AD(H)S – eine häufige Diagnose

Sie haben Schwierigkeiten, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren, sie schweifen ab, träumen oder sind nicht imstande, ruhig zu sitzen. Sie bleiben selten lange bei einem Spiel, können sich nicht an Regeln halten, werden leicht zornig, neigen zu Aggressionen.

Sie vergessen und verlieren Dinge, die sie notwendig brauchen. Ordnung zu halten, gelingt ihnen kaum. Dabei sind sie nicht auf den Mund gefallen und ihre Trotzanfälle sind heftig. Entscheidungen treffen sie meist aus einem Impuls heraus, ohne viel zu überlegen. Aus vergangenen Fehlern lernen sie wenig.

Absicht? Schlechter Charakter? Erziehungsfehler?

Keinesfalls!

Es handelt sich dabei um jene ca. 5% Kinder und Jugendliche, die mit  ADS oder ADHS (einem Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) geboren werden. Diese genetische Veranlagung mach den Betroffenen ziemlich zu schaffen: Schulische und disziplinäre Probleme sind bei Ihnen an der Tagesordnung.

Die Ursache dafür ist eine angeborene Reizoffenheit und Impulssteuerungsschwäche, die es enorm erschweren, Unwichtiges auszublenden, die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten und Emotionen zu regulieren. Selbst bei großer Anstrengung gelangen nur wenige Informationen aus dem ständig überlasteten Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis. Kinder und Jugendliche mit AD(H)S müssen 8 bis 18 Mal so oft wiederholen als andere, um sich etwas zu merken.

Man kann sich gut vorstellen, wie schwierig sich der Alltag für sie gestaltet und wie sehr sie auf Verständnis, Ermutigung, und Geduld ihres Umfeldes angewiesen sind. Bei entsprechender Unterstützung und einer liebevoll-konsequenten Erziehung können sie nicht nur ihre Schwächen überwinden, sondern auch ihre besonderen Stärken entfalten: Kreativität, Sensibilität, Spontaneität, Durchhaltevermögen, Mitgefühl und einen großen Gerechtigkeitssinn – und ein gelungenes, erfülltes Leben führen.

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